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Familie
Baier beging das 90-jährige Betriebsjubiläum des Hotels
Am Freitagabend haben sich Vertreter von Politik
und
Wirtschaft im Hotel Goldene Sonne getroffen, um der Familie Baier zum
90-jährigen Betriebsjubiläum zu gratulieren. Die Redner des Abends
betonten die
traditionellen Werte des Mittelstands, die die Inhaber des
Vier-Sterne-Hauses
verkörperten. Zum
Stehempfang gab es Blasmusik und Bier, die Herren waren zumeist im
Janker
zu sehen - in der "Goldenen Sonne" legt man Wert auf hohe Qualität
und bayerische Tradition gleichermaßen. Auch das Menü, vor dem
Stiftspropst
Monsignore Bernhard Schömann das Tischgebet sprach, ließ nichts zu
wünschen
übrig. Ein Gast bemerkte daher anerkennend: "Die Latte für das
100-Jährige
liegt damit ganz schön hoch."
Fleiß, Beharrlichkeit, Ausdauer, den Lieben Gott und Glück nannte Karl
Baier
als Erfolgsrezept seiner Familie. Bevor seine Großeltern das Haus
gekauft
hätten, habe es ständig wechselnde Pächter und Besitzer gesehen. Die
"Goldene Sonne" sei heruntergewirtschaftet gewesen. "Zum Glück
war aber immer die richtige Frau zur richtigen Zeit am Platz", sagte
Baier. Seine Großmutter Therese habe mit ihrer guten Küche den
Grundstein
gelegt, seine Mutter Maria habe als großartige Wirtin fungiert, gerade
nach dem
zu frühen Tod ihres Mannes, Karl senior. Größten Respekt zolle er auch
seiner
Frau, die sich als Quereinsteigerin rasch in die Hotel- und
Gastwirtschaft
eingearbeitet hätte, sagte Baier. "Birgit, dir gehört der Hauptanteil an
unserem Erfolg."
Zufriedene Mitarbeiter
Wie wichtig es ist, das Familiäre auf die Mitarbeiter zu übertragen,
ließ sich
erahnen, als sich Restaurantleiterin Michaela Schmid im Namen der
Mitarbeiter
bei Karl und Birgit Baier bedankte. Ständig werde am Service und seiner
Verbesserung gefeilt. "Danke, dass Sie jeden morgen aufstehen und uns
einen sicheren und so schönen Arbeitsplatz geben", sagte Schmid und
konnte
die Tränen nicht zurückhalten.
Er sei auf vielen Betriebsjubiläen gewesen, sagte
CSU-Landtagsabgeordneter
Erwin Huber, "aber eine solche Zuneigung und Rührung bei den
Mitarbeitern
habe ich bisher noch nie erlebt." Huber ist dem Haus seit längerem
freundschaftlich verbunden und überreichte als Wirtschaftsminister 2007
den
vierten Stern für das Hotel. Die "Goldene Sonne" hebe sich mit ihrer
individuellen Art angenehm ab von den uniformen Hotels, die man rund um
den
Globus finde.
"Wir erhalten beste Rückmeldungen von Gästen", sagte
Oberbürgermeister Hans Rampf (CSU). Er lobte die Bereitschaft der
Familie
Baier, in Modernisierungen zu investieren. Dabei gäben sie sich nicht
mit
oberflächlichen Verschönerungen zu frieden, sondern legten Wert auf
Qualität.
"Daran können sich andere Unternehmer ein Beispiel nehmen."
Tatsächlich hatte das Hotel den ersten Lift in einem Landshuter Hotel
überhaupt. Und vermutlich auch den ältesten Stammtisch: Seit 1948/ 49
trifft
der sich in relativ konstanter Besetzung im Hotelrestaurant. Am
Festabend war
er darum auch geladen.
"Traditionen wie diese werden immer seltener", sagte Andreas
Steinfatt. Der Chef der Brauereien Paulaner und Hacker-Pschorr meinte
damit
allerdings nicht den Stammtisch, sondern die 90 Jahre lange
Zusammenarbeit von
Hacker Pschorr und "Goldener Sonne". Steinfatt erzählte, wie sich
Karl Baier senior als einziger Wirt der Stadt mit dem Sattelzug
beliefern ließ.
Die anderen Wirte sollten sehen, wie viel Bier man umsetze, habe Baier
der
Brauerei erklärt. "Unsere Brauerei ist stolz auf die Tradition dieser
Beziehung zum Hotel." Der Zusammenhalt der Familie und der Mitarbeiter
sei
spürbar in der "Goldenen Sonne".
Von Kathrin Geltinger / Landshuter Zeitung
Bilder der 90-Jahr Feier
Chronikzeitung
90 Jahre Familie Baier
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