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"Sonne" scheint dank Tradition und Qualität

feier_56-ppc.jpgFamilie Baier beging das 90-jährige Betriebsjubiläum des Hotels
Am Freitagabend haben sich Vertreter von Politik und Wirtschaft im Hotel Goldene Sonne getroffen, um der Familie Baier zum 90-jährigen Betriebsjubiläum zu gratulieren. Die Redner des Abends betonten die traditionellen Werte des Mittelstands, die die Inhaber des Vier-Sterne-Hauses verkörperten.
Zum Stehempfang gab es Blasmusik und Bier, die Herren waren zumeist im Janker zu sehen - in der "Goldenen Sonne" legt man Wert auf hohe Qualität und bayerische Tradition gleichermaßen. Auch das Menü, vor dem Stiftspropst Monsignore Bernhard Schömann das Tischgebet sprach, ließ nichts zu wünschen übrig. Ein Gast bemerkte daher anerkennend: "Die Latte für das 100-Jährige liegt damit ganz schön hoch."
Fleiß, Beharrlichkeit, Ausdauer, den Lieben Gott und Glück nannte Karl Baier als Erfolgsrezept seiner Familie. Bevor seine Großeltern das Haus gekauft hätten, habe es ständig wechselnde Pächter und Besitzer gesehen. Die "Goldene Sonne" sei heruntergewirtschaftet gewesen. "Zum Glück war aber immer die richtige Frau zur richtigen Zeit am Platz", sagte Baier. Seine Großmutter Therese habe mit ihrer guten Küche den Grundstein gelegt, seine Mutter Maria habe als großartige Wirtin fungiert, gerade nach dem zu frühen Tod ihres Mannes, Karl senior. Größten Respekt zolle er auch seiner Frau, die sich als Quereinsteigerin rasch in die Hotel- und Gastwirtschaft eingearbeitet hätte, sagte Baier. "Birgit, dir gehört der Hauptanteil an unserem Erfolg."
Zufriedene Mitarbeiter
Wie wichtig es ist, das Familiäre auf die Mitarbeiter zu übertragen, ließ sich erahnen, als sich Restaurantleiterin Michaela Schmid im Namen der Mitarbeiter bei Karl und Birgit Baier bedankte. Ständig werde am Service und seiner Verbesserung gefeilt. "Danke, dass Sie jeden morgen aufstehen und uns einen sicheren und so schönen Arbeitsplatz geben", sagte Schmid und konnte die Tränen nicht zurückhalten.
Er sei auf vielen Betriebsjubiläen gewesen, sagte CSU-Landtagsabgeordneter Erwin Huber, "aber eine solche Zuneigung und Rührung bei den Mitarbeitern habe ich bisher noch nie erlebt." Huber ist dem Haus seit längerem freundschaftlich verbunden und überreichte als Wirtschaftsminister 2007 den vierten Stern für das Hotel. Die "Goldene Sonne" hebe sich mit ihrer individuellen Art angenehm ab von den uniformen Hotels, die man rund um den Globus finde.
"Wir erhalten beste Rückmeldungen von Gästen", sagte Oberbürgermeister Hans Rampf (CSU). Er lobte die Bereitschaft der Familie Baier, in Modernisierungen zu investieren. Dabei gäben sie sich nicht mit oberflächlichen Verschönerungen zu frieden, sondern legten Wert auf Qualität. "Daran können sich andere Unternehmer ein Beispiel nehmen."
Tatsächlich hatte das Hotel den ersten Lift in einem Landshuter Hotel überhaupt. Und vermutlich auch den ältesten Stammtisch: Seit 1948/ 49 trifft der sich in relativ konstanter Besetzung im Hotelrestaurant. Am Festabend war er darum auch geladen.
"Traditionen wie diese werden immer seltener", sagte Andreas Steinfatt. Der Chef der Brauereien Paulaner und Hacker-Pschorr meinte damit allerdings nicht den Stammtisch, sondern die 90 Jahre lange Zusammenarbeit von Hacker Pschorr und "Goldener Sonne". Steinfatt erzählte, wie sich Karl Baier senior als einziger Wirt der Stadt mit dem Sattelzug beliefern ließ. Die anderen Wirte sollten sehen, wie viel Bier man umsetze, habe Baier der Brauerei erklärt. "Unsere Brauerei ist stolz auf die Tradition dieser Beziehung zum Hotel." Der Zusammenhalt der Familie und der Mitarbeiter sei spürbar in der "Goldenen Sonne".

Von Kathrin Geltinger / Landshuter Zeitung

Bilder der 90-Jahr Feier

Chronikzeitung 90 Jahre Familie Baier